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Philosophie des Buddhismus

Frauwallner, Erich:
Die Philosophie des Buddhismus / Erich Frauwallner. Mit einem Vorwort von Eli Franco und Karin Preisendanz. - 5. Aufl. - Berlin : Akademie-Verlag, 2010. - LIII, 282 S.
ISBN 978-3-05-004531-3
EUR 44,80
DDC: 181.043

Beschreibung
„Frauwallners Buddhistische Philosophie ist das beste Buch, das jemals über buddhistische Philosophie geschrieben wurde“ (Ben-Ami Scharfstein). Ist dieses Urteil eines Philosophen, der sich den asiatischen Philosophien komparatistisch gewidmet hat, nach mehr als dreißig Jahren immer noch angemessen? Abgesehen davon, dass es nach wie vor wenige Bücher gibt, die sich der buddhistischen Philosophie – im Gegensatz zum Buddhismus überhaupt – widmen, kann diese Frage klar bejaht werden. Frauwallners Buch ist längst selbst zu einem "Klassiker" geworden. Die Form der Darstellung ist glücklich gewählt: sie verknüpft allgemeine Überblicke, Einführungen in das Denken individueller buddhistischer Philosophen und lange Exzerpte aus philosophischen Werken des südasiatischen Buddhismus in wörtlicher Übersetzung. Das Buch bewegt sich also zwischen einem Einführungswerk und einer Anthologie. Die knappen Einleitungen zu den repräsentativen Texten sind informativ und klar und rücken die philosophischen Inhalte in das Licht ihrer historischen Entwicklung; die Übersetzungen aus den relevanten Sprachen (Pali, Sanskrit, Tibetisch, Chinesisch) wiederum sind außerordentlich verlässlich.
   Der erste Teil (Teil A), „Die Lehre des Buddha“, hat die vier edlen Wahrheiten und die Lehre vom abhängigen Entstehen zum zentralen Thema. Der relativ kurze Teil B ist dem Hinayana Abhidharma, der Scholastik des „Kleinen Fahrzeugs“ oder konservativen Buddhismus, gewidmet, wobei die wichtige Lehre vom Nicht-Selbst (anatman) den größten Raum einnimmt. Der Hauptteil (Teil C) behandelt die Philosophie des Mahayana („Großes Fahrzeug“), die Erich Frauwallner in drei Schulen unterteilt: Madhyamaka, Tathagatagarbha „Schule des Saramati“) und Yogacara.
   Der Neuauflage des Bandes wurde ein Vorwort von Eli Franco und Karin Preisendanz beigefügt, in dem sie Frauwallners Leben und Schaffen analysieren. [Verlagsinformation]

Inhalt
Vorwort (Eli Franco und Karin Preisendanz). XI
   Appendix I: Frauwallners Skizze für seine Geschichte der indischen Philosophie. XXXI
   Appendix II: Bibliographie der Schriften Erich Frauwallners. XXXIV
   Appendix III: Weiterführende und ergänzende Literatur zum südasiatischen Buddhismus (Auswahl). XLI
Einleitung. 1
A. DIE LEHRE DES BUDDHA
   Der Buddha (um 560-480 v. u. Z.). 6
   Der Lehrsatz vom abhängigen Entstehen. 17
B. DIE DOGMATIK DES HĪNAYĀNA
   Die Entstehung der buddhistischen Schulen. 38
   Die philosophischen Hauptlehren des Sarvāstivāda. 39
   Vasubandhu der Jüngere (um 400-480 n. u. Z.). 47
   Die Dogmatik des Sarvāstivāda. 69
   Die Schule der Sautrāntika. 74
   Die Erlösungslehre des Hīnayāna. 79
C. DIE SCHULEN DES MAHĀYĀNA
1. DIE MADHYAMAKA-SCHULE. 90
   Die Anfänge des Mahāyāna. 90
   Die Sütren des Mahāyāna. 91
   Die Prajñāpāramitā-Literatur. 92
   Nāgārjuna (um 200 n. u. Z.). 107
   Āryadeva (Anfang des 3. Jh. n. u. Z.). 141
   Buddhapālita (etwa 5. Jh. n. u. Z.). 144
   Bhāvaviveka (Mitte des 6. Jh. n. u. Z.). 146
   Candrakīrti (7. Jh. n. u. Z.). 156
2. DIE SCHULE SĀRAMATIS. 165
   Sāramati (um 250 n. u. Z.). 166
   Aus der „Erläuterung des Keimes der (drei) Juwelen" (Ratnagotravibhāgaḥ). 167
3. DIE SCHULE DER YOGĀCĀRA. 172
   Die Anfange der Yogācāra-Schule. 173
   Maitreyanātha (um 300 n. u. Z.). 192
   Asaṅga (um 315-390 n. u.Z.). 214
   Vasubandhu der Ältere (um 320-380 n. u. Z.). 229
   Dignāga (um 480-540 n. u. Z.). 256
   Sthiramati und Dharmapāla (Mitte des 6. Jh. u. Z.). 258
Quellen und Literatur. 267
Ergänzende Bemerkungen. 273
Sach- und Namenverzeichnis. 278

Quellen: Akademie-Verlag; WorldCat; Amazon (Deutschland); Deutsche Nationalbibliothek